Das Steuergerät, das aus einer Infrarotheizung eine geregelte Heizungsanlage macht: Wunschtemperatur einstellen, Heizzeiten hinterlegen – ab dann hält der Thermostat die Temperatur, senkt nachts ab und lässt leere Stunden kalt. Acht Tages- und Wochenprogramme stehen bereit, das Display zeigt Temperatur und Luftfeuchte. Er ist der Baustein, der aus „an und aus“ ein „bedarfsgerecht“ macht – und damit der wirksamste Hebel gegen unnötig laufende Heizstunden.
Sender oder Empfänger?
Der wichtigste Sender im System: Er misst alle zehn Sekunden die Raumtemperatur und funkt seine Schaltbefehle an den Empfänger der Heizung – Unterputz-Relais oder Funk-Steckdose, beides versteht ihn – ob am anderen Ende fest verdrahtet oder eingesteckt wird, ist ihm gleich. Acht Programme decken vom einfachen Tagesrhythmus bis zum abweichenden Wochenendplan alles ab. Die Systemlogik im Ganzen: Steuerung & Funk-Thermostate.
Wofür er sich eignet – und wofür nicht
Für jeden Raum, der nach Plan warm sein soll – vom Bad um sieben bis zum Homeoffice werktags – abends Komforttemperatur, über Nacht automatisch abgesenkt, zum Wecker wieder warm. In den sechs fertigen Sets unter Infrarotheizung mit Thermostat ist er deshalb immer dabei. Zwei Grenzen sind zu kennen: Mit Schutzart IP20 gehört er im Bad an einen Platz außerhalb der Schutzbereiche. Und mit dem Bewegungsmelder auf demselben Empfänger verträgt er sich nicht – Temperaturregelung und Bewegungsschaltung geben einander widersprechende Befehle.
Einbau: keiner nötig
Zwei AAA-Batterien einlegen (nicht im Lieferumfang), dann Wandhalterung oder Standfuß – der Thermostat steht auf dem Sideboard oder hängt an der Wand, ganz ohne Leitung. Wichtig ist nur der Standort: Er misst dort, wo er steht, also weder direkt über der Heizung noch im kalten Luftzug. Der Standfuß macht ihn zum Wandergerät: heute Wohnzimmer, morgen Arbeitszimmer – die Kopplung bleibt bestehen. Nebenbei taugt das Display als Raumklima-Anzeige, auch wenn gerade nicht geheizt wird.
Häufige Fragen
Braucht er WLAN oder eine App?
Nein – bewusst nicht. Programmiert wird direkt am Gerät, gefunkt wird über 433 MHz. Kein Router, kein Konto, keine Cloud – und nichts, das nach einem Firmware-Update verlangt.
Wozu zeigt er die Luftfeuchte an?
Als Zusatzinformation: Gerade im Bad verrät der Wert, wann gelüftet werden sollte – geregelt wird ausschließlich nach Temperatur.
Kann ein Thermostat mehrere Heizungen führen?
Ja, im selben Raum: Jede Heizung behält ihren eigenen Empfänger, alle hören auf dasselbe Programm. Für getrennt geregelte Räume braucht es je einen Thermostat.
Regelt er auch die LED-Lichtrahmen?
Nein. Er schaltet Heizungs-Empfänger; das Licht der Rahmen läuft über die eigene Fernbedienung – zwei Systeme, bewusst getrennt.