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Infrarotheizung richtig auswählen: der Ratgeber für Bad, Decke und Büro

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Lesezeit etwa 12 MinutenZuletzt inhaltlich geprüft am 14.08.2026Autor: Kai

Das Wichtigste vorab: Eine Infrarotheizung ist keine pauschale Alternative zu Wärmepumpe oder Gasheizung. Sie spielt ihre Stärken dort aus, wo schnell und punktuell Wärme gebraucht wird – im Bad, im Homeoffice, in der Ferienwohnung, in einzelnen Räumen gut gedämmter Gebäude. In einem ungedämmten Altbau als Vollausstattung raten wir davon ab. Dieser Ratgeber führt dich in sechs Schritten zur passenden Lösung und sagt auch, wann keine passt.

Wohnraum mit Infrarot-Heizpaneel und integriertem LED-Licht
Wärme und Licht in einem Gerät: Lichtrahmen der LF-Serie im Wohnraum
37 ctje Kilowattstunde Haushaltsstrom im Jahr 2026BDEW-Strompreisanalyse 2026
1 : 11 kWh Strom wird zu rund 1 kWh Wärme. Eine Wärmepumpe schafft daraus das 2- bis 4-Fache.Verbraucherzentrale
45 / 30 %so weit muss der Wärmeschutz die Anforderungen unterschreiten, bevor ein Wohngebäude komplett auf Stromdirektheizung umstellen darf (Neubau / Bestand)§ 10, § 46 GModG

Wofür eine Infrarotheizung taugt – und wofür nicht

Infrarotpaneele wandeln Strom nahezu verlustfrei in Wärme um: Aus einer Kilowattstunde Strom wird etwa eine Kilowattstunde Wärme. Eine Wärmepumpe erzeugt aus derselben Kilowattstunde rund zwei bis vier Kilowattstunden, weil sie zusätzlich Umgebungswärme nutzt.

Beide Systeme sind für verschiedene Aufgaben gebaut. Dazu kommt der Preis: Der Haushaltsstrompreis lag 2026 laut BDEW bei rund 37 Cent je Kilowattstunde. Und vergünstigte Heizstromtarife über einen separaten Zähler stehen für Infrarotheizungen meist nicht zur Verfügung, weil Infrarotheizungen in der Regel nicht als steuerbare Verbrauchseinrichtung gelten.

Sinnvoll ist eine Infrarotheizung, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Wärme nur zeitweise gebraucht – morgens im Bad, tagsüber im Arbeitszimmer
  • Raum selten genutzt, eine Erweiterung der Zentralheizung dorthin wäre unverhältnismäßig
  • Wasserleitungen kommen nicht infrage – Ferienwohnung mit Frostrisiko, Dachausbau, Anbau, Denkmalschutz
  • Raum gut gedämmt, Heizlast entsprechend niedrig
  • Anschaffung und Installation sollen günstig bleiben – keine Rohre, kein Kessel, kein Speicher, keine Wartung

Wo wir abraten

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rechnete 2024 für ein Einfamilienhaus mit 150 m² und drei Personen: bei 35 ct/kWh Strom und 10 ct/kWh Gas standen im ersten Jahr rund 4.970 Euro Betriebskosten für die Infrarotlösung gegen rund 2.000 Euro für eine erneuerte Gasheizung.

Für eine Vollausstattung im ungedämmten Bestand ist das die klare Antwort: Dort gehört zuerst die Gebäudehülle auf den Tisch, nicht der Heizungskatalog.

Kurz gesagtInfrarot ist die richtige Wahl für einzelne Räume und kurze Heizzeiten – nicht für ein ganzes ungedämmtes Haus.

Welche Aufgabe soll die Heizung übernehmen?

Bevor es um Watt und Montage geht, entscheidet die Aufgabe alles Weitere. Drei Fälle sind zu unterscheiden:

  • Zusatzheizung für einzelne Räume. Der häufigste und einfachste Fall: Die Zentralheizung bleibt, das Paneel übernimmt einen Raum oder eine Tageszeit. Ein Paneel plus Steuerung genügt.
  • Alleinige Heizung für einen abgeschlossenen Bereich. Dachgeschoss, Gartenbüro, Ferienwohnung. Technisch unkritisch, wirtschaftlich stark vom Dämmstandard abhängig.
  • Alleinige Heizung für ein ganzes Gebäude. Hier wird es rechtlich relevant – siehe Kasten.

Rechtlicher Rahmen: § 10 und § 46 GModG

Für den Komplett-Umstieg eines Wohngebäudes auf Stromdirektheizung fordert das Gebäudemodernisierungsgesetz (bis Juli 2026: § 71d GEG) einen besseren Wärmeschutz als gesetzlich vorgeschrieben:

  • Neubau (§ 10 Abs. 4): Anforderungen um mindestens 45 % unterschreiten
  • Bestand (§ 46): um mindestens 30 % – die frühere 45-%-Stufe für Gebäude mit Wasserheizung ist entfallen
  • Ausgenommen: selbst bewohnte Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen sowie der Austausch vorhandener Einzelraum-Stromdirektheizungen (§ 46 Abs. 2)

Ein steckerfertiges Zusatz-Paneel neben der bestehenden Zentralheizung wird aufgestellt, nicht „eingebaut“ – nach dem Wortlaut ist es damit nicht erfasst. Für fest angeschlossene Zusatzheizungen ist die Auslegung der neuen Vorschrift noch nicht gefestigt – kläre das im Einzelfall mit einer Energieberatung oder deiner zuständigen Behörde. Die Details samt Quellen stehen im Heizungsgesetz-Ratgeber.

Kurz gesagtAls Zusatzheizung ist der Weg frei. Als Hauptheizung entscheidet der Dämmstandard, ob es überhaupt erlaubt ist.

Wie viel Leistung braucht der Raum?

In der Branche kursieren Faustformeln in Watt pro Quadratmeter. Als erste Orientierung sind sie brauchbar – aber diese Werte stammen aus Hersteller- und Händlerquellen, nicht aus einer Norm.

Dämmstandard Faustformel Beispiel: 20 m²
Neubau bzw. KfW-Standard ca. 40–70 W/m² ca. 800–1.400 W
Saniert ca. 60–100 W/m² ca. 1.200–2.000 W
Unsanierter Altbau ca. 100–150 W/m² ca. 2.000–3.000 W

Wo die Faustformel versagt:

  • Raumhöhen über 2,50 Meter
  • hoher Anteil an Außenwänden
  • große Fensterflächen
  • ungedämmte Dachschrägen
  • Unterschied zwischen Wand- und Deckenmontage

Keinen dieser Punkte kennt die Faustformel. Wer belastbar dimensionieren will, braucht eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Für das Bad nennen Hersteller meist Werte am oberen Rand der Spanne – eine herstellerunabhängige Zahl speziell für Bäder haben wir nicht gefunden.

Nicht sicher, welche Leistung dein Raum braucht?

Der Heizungskonfigurator führt dich über Raumgröße und Nutzung in die richtige Größenordnung und zu passenden Paneelen. Er ersetzt keine Heizlastberechnung.

Bedarf jetzt berechnen

Kurz gesagtRechne mit 40 bis 150 W/m² je nach Dämmung – und behandle das Ergebnis als Schätzung, nicht als Planung.

Wand oder Decke?

Infrarot-Heizpaneel eingelegt in eine abgehängte Rasterdecke im Büro
In der Rasterdecke wird das Paneel eingelegt statt gebohrt – der geringste Montageaufwand von allen Varianten.

Beide Varianten funktionieren, sie lösen aber verschiedene Probleme.

Wandmontage ist der Standard: einfach zu montieren, gut zugänglich, die Strahlung trifft den Aufenthaltsbereich direkt. Nachteil: Das Paneel belegt Wandfläche, und Möbel oder Vorhänge davor mindern die Wirkung. Herstellerangaben zu Sicherheitsabständen zu brennbaren Materialien liegen typischerweise zwischen 20 und 50 Zentimetern – halte dich an die Anleitung des Geräts, nicht an eine allgemeine Regel.

Deckenmontage hält Wände frei, verteilt die Wärme gleichmäßiger und ist außer Reichweite von Kindern und Möbeln. Sie verlangt eine passende Montagehöhe: Hersteller nennen meist 2,10 bis 2,70 Meter. Zu niedrig wird die Strahlung auf dem Kopf unangenehm, zu hoch verliert sie an Wirkung. Unsere Deckenheizpaneele sind dafür ausgelegt.

Abgehängte Rasterdecken in Büros und Praxen sind der Sonderfall mit dem klarsten Vorteil: Das Heizelement wird eingelegt, nicht gebohrt. Übliche Rastermaße sind 600 × 600 mm im internationalen Standard und 625 × 625 mm bei der in Deutschland verbreiteten Odenwalddecke – genau darauf zielen die Paneelmaße 595 × 595 und 620 × 620 mm unserer Rasterdecken-Heizpaneele.

Vor der Bestellung prüfen:

  • dein tatsächliches Rastermaß – 600er oder 625er Raster
  • die Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion
  • wer den elektrischen Anschluss ausführt: bei Rasterdecken zwingend eine Elektrofachkraft

Kurz gesagtWand ist der einfachste Weg, Decke der komfortablere, Rasterdecke der schnellste – wenn das Maß passt.

Schutzart – was im Badezimmer Pflicht ist

Badezimmer am Morgen mit Infrarotheizung
Das Bad ist der häufigste Einsatzfall – und der einzige, in dem Normen die Montage vorgeben.

Im Bad hört die Gestaltungsfreiheit auf. Maßgeblich ist DIN VDE 0100-701 in der Fassung 2025-06, gültig seit dem 1. Juni 2025. Für Bestandsanlagen läuft eine Übergangsfrist bis zum 6. Dezember 2027.

Zwei Änderungen der neuen Fassung sind praktisch relevant:

  • Die frühere Zone 3 entfällt.
  • Alle Stromkreise im Bad müssen ausnahmslos über einen Fehlerstrom-Schutzschalter mit maximal 30 Milliampere abgesichert sein. Die alte Regelung kannte hier noch Ausnahmen – das wird bei Bestandsbädern gern übersehen.
Schutzbereich Wo Mindest-Schutzart
Zone 0 Innenraum von Wanne oder Dusche IPX7
Zone 1 über Wanne oder Dusche bis 2,25 m Höhe, bei Duschen ohne Wanne 1,20 m im Umkreis IPX4, max. 25 V AC
Zone 2 60 cm seitlich an Zone 1 anschließend IPX4

Unsere Badheizungen mit IP44 sind spritzwassergeschützt und für die entsprechenden Bereiche geeignet. Wo genau ein Gerät in deinem Bad montiert werden darf, entscheidet aber nicht der Produkttext, sondern die Fachkraft vor Ort anhand deines Grundrisses.

In eigener Sache: Wir sind Händler, keine Elektrofachkraft, und diese Übersicht ersetzt keine Prüfung im Einzelfall. Die Normtexte des VDE sind kostenpflichtig und nicht frei einsehbar – unsere Angaben stützen sich auf Fachpublikationen, nicht auf den Normtext selbst.

Kurz gesagtIm Bad braucht es mindestens IP44, einen FI-Schutzschalter für jeden Stromkreis und eine Elektrofachkraft.

Steuerung – ohne Regelung heizt du auch, wenn niemand da ist

Bedienung eines Funk-Thermostats für eine Infrarotheizung
Erst die Regelung macht aus schneller Wärme auch sparsame Wärme.

Hier wird am häufigsten gespart und am meisten verschenkt. Ein Paneel ohne Regelung heizt, solange es Strom hat. Der Vorteil der Infrarottechnik – schnelle, bedarfsgerechte Wärme – entsteht erst mit einer Steuerung, die weiß, wann der Raum genutzt wird.

  • Funk-Thermostat – separates Bediengerät, erfasst die Raumtemperatur und schaltet das Paneel. Für Bad und Einzelräume der übliche Weg, auch nachrüstbar.
  • Schaltrelais wie unser T01 – schaltet bis 2.300 Watt, ansteuerbar per Funk oder Schalteingang. Sinnvoll für mehrere Paneele gemeinsam.
  • Smart-Home-Anbindung – Zeitprogramme, Szenen, Fernzugriff. Zahlt sich vor allem bei mehreren Räumen aus.

Wie viel eine Regelung konkret einspart, sagen wir bewusst nicht. Für allgemeine Heizungsregelung gibt es Untersuchungen mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen, und speziell zur Nachtabsenkung räumen Fachquellen selbst ein, dass belastbare Zahlen fehlen. Prozentversprechen dazu sind in der Regel nicht belegt – auch nicht bei uns.

Die passenden Geräte findest du unter Steuerung & Smart Control.

Kurz gesagtEin Paneel, das nur läuft, wenn der Raum genutzt wird, verbraucht weniger als eines, das durchläuft. Die Steuerung ist kein Zubehör, sondern Teil der Lösung.

Einzelgerät, Set oder mit Licht?

Wenn Paneel und Steuerung ohnehin zusammengehören, ist ein Set mit Steuerung der einfachere Weg: Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt, du musst die Kompatibilität nicht selbst prüfen. Für Bad und Wohnraum gibt es jeweils eine Starter-Variante mit Funksteuerung.

Fehlen im Raum sowohl Wärme als auch Licht, kombinieren unsere Lichtrahmen der LF-Serie beides in einem Gerät – dimmbar, mit umschaltbarer Farbtemperatur über die Fernbedienung. Interessant in Bädern ohne Fenster, in Fluren und über Arbeitsflächen. Als fertige Kombination in den Sets mit LED-Licht.

Einzelpaneele der GP-Line:

Das gesamte Sortiment findest du unter Infrarot-Heizpaneele.

Kurz gesagtSet, wenn du es einfach willst. Lichtrahmen, wenn auch das Licht fehlt. Einzelpaneel, wenn die Steuerung schon steht.

Installation: Was du selbst darfst und was nicht

Klare Grenze

  • Steckerfertige Geräte darfst du selbst montieren und einstecken – wie jedes andere Haushaltsgerät.
  • Jeder Festanschluss an das 230-Volt-Netz ist Sache einer eingetragenen Elektrofachkraft, unabhängig vom Raum.
  • Jede Installation im Badezimmer gehört in Fachhände – wegen Schutzbereichen, Schutzart und FI-Pflicht.
  • Rasterdecken brauchen zusätzlich eine Klärung der Tragfähigkeit, im Zweifel bauseitig.
Nahaufnahme der Oberfläche eines Infrarot-Heizpaneels
Heiße Oberflächen sind bei Infrarotpaneelen technisch vorgesehen, kein Defekt.

Zur Sicherheit im Betrieb: Die Oberflächen werden nach Herstellerangaben typischerweise 90 bis 110 Grad Celsius heiß. Geräte über 85 Grad benötigen nach der Produktnorm EN 60335-2-30 einen zusätzlichen Überhitzungsschutz.

Heiße Oberflächen sind also normal und technisch vorgesehen. In Haushalten mit kleinen Kindern sprechen sie aber für Deckenmontage oder ein Schutzgitter.

Kurz gesagtStecker selbst, Festanschluss und Bad nur mit Elektrofachkraft.

Entscheidungshilfe auf einen Blick

Deine Situation Geeignet? Was infrage kommt
Bad, Zusatzwärme für die Morgenstunde Ja IP44-Paneel plus Funksteuerung oder fertiges Set
Homeoffice oder Gästezimmer, unregelmäßig genutzt Ja Wandpaneel plus Steuerung
Büro oder Praxis mit abgehängter Rasterdecke Ja Rasterdecken-Paneel, Rastermaß vorher prüfen
Raum ohne Tageslicht, Licht und Wärme fehlen Ja Lichtrahmen LF-Serie
Ferienwohnung, wochenweise genutzt, Frostrisiko Ja Paneel plus Zeitsteuerung
Einzelner Raum in gut gedämmtem Neubau als Hauptheizung Möglich Wärmeschutz-Regel (§ 10 GModG) prüfen, Deckenmontage, Bedarf über Konfigurator einschätzen
Ungedämmter Altbau, komplette Beheizung Nein Zuerst Gebäudehülle und Heizlast klären, dann Systemwahl

Was der Betrieb kostet

Die Rechnung ist einfach, die Annahmen sind das Entscheidende:

  • Leistung in Kilowatt – Beispiel: 320 Watt entspricht 0,32 kW
  • Betriebsstunden – Beispiel: 150 Tage à 2 Stunden ergibt 300 Stunden
  • Strompreis – Beispiel: 37 Cent je Kilowattstunde

0,32 kW × 300 h = 96 Kilowattstunden. Bei 37 ct/kWh sind das rund 36 Euro in der Heizperiode.

Annahmen dieser Rechnung

320 Watt Anschlussleistung, 300 Betriebsstunden pro Heizperiode, 37 Cent je Kilowattstunde nach BDEW-Strompreisanalyse 2026. Dein Ergebnis weicht ab, sobald Strompreis, Nutzungsdauer, Raumgröße oder Dämmstandard anders sind. Ein Thermostat verkürzt die tatsächliche Einschaltdauer gegenüber der Nennleistung – wie stark, hängt vom Raum ab.

Kurz gesagtEin 320-Watt-Paneel, täglich rund eine Stunde, kostet grob 36 Euro pro Heizperiode. Rechne mit deinem eigenen Tarif nach.

Häufige Fragen

Ersetzt eine Infrarotheizung meine Zentralheizung?

In sehr gut gedämmten Gebäuden und einzelnen abgeschlossenen Bereichen kann sie das. Für ein ungedämmtes Bestandsgebäude ist sie als Vollausstattung nicht die richtige Wahl. Für den Komplett-Umstieg gelten die Wärmeschutz-Anforderungen aus § 10 bzw. § 46 GModG – selbst bewohnte Häuser mit bis zu zwei Wohnungen sind ausgenommen.

Wie schnell wird es warm?

Die Strahlung ist sofort spürbar, sobald das Paneel Betriebstemperatur erreicht – das ist der eigentliche Komfortvorteil. Bis sich Wände und Einrichtung erwärmt haben und der Raum die Wärme hält, dauert es deutlich länger.

Braucht jedes Paneel eine eigene Steuerung?

Nein. Mehrere Paneele in einem Raum können gemeinsam über ein Thermostat oder ein Schaltrelais laufen. Über mehrere Räume hinweg ist eine getrennte Regelung sinnvoll, weil sich die Nutzungszeiten unterscheiden.

Ist eine Infrarotheizung gesünder als andere Heizungen?

Dafür gibt es keine Belege, und wir behaupten es nicht. Fachlich sagen lässt sich: Thermischer Komfort wird nach DIN EN ISO 7730 und DIN EN 16798-1 nicht nur über die Lufttemperatur bestimmt, sondern über die operative Temperatur, in die auch die Strahlungstemperatur der Umgebungsflächen eingeht. Warme Flächen können ein Raumklima bei niedrigerer Lufttemperatur als gleich behaglich erscheinen lassen, und Strahlungswärme erzeugt weniger Luftbewegung als Konvektion. Aussagen zu Gesundheit, Allergien oder Schimmelvermeidung gehen darüber hinaus und sind nicht belegt.

Kann ich mit einer PV-Anlage kostenlos heizen?

Nein. Im Winter, wenn der Heizbedarf am höchsten ist, liefert eine PV-Anlage am wenigsten. Die Verbraucherzentrale nennt für ungedämmte Altbauten Deckungsgrade von nur etwa zehn Prozent. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, ersetzt aber den Netzbezug in der Heizperiode nicht.

Quellen

  • BDEW: Strompreisanalyse Januar 2026 und April 2026 – Haushaltsstrompreis. bdew.de
  • Verbraucherzentrale: „Für Infrarotheizungen gibt es oft keinen günstigen Heizstrom". verbraucherzentrale.de
  • Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: „Gasheizung oder Infrarotheizung?", 31.01.2024 – Betriebskostenvergleich 150 m². verbraucherzentrale-rlp.de
  • Verbraucherzentrale Saarland: Warnung vor falschen Werbeaussagen zu Infrarotheizungen, 06.02.2025. verbraucherzentrale-saarland.de
  • § 10 Abs. 4 und § 46 GModG – Stromdirektheizungen (Primärquellen, geprüft 15.08.2026). § 10 · § 46
  • DIN VDE 0100-701:2025-06 – Schutzbereiche in Räumen mit Badewanne oder Dusche, gültig seit 01.06.2025 (Angaben nach Fachpublikationen; Normtext kostenpflichtig).
  • DIN EN 12831 – Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast.
  • EN 60335-2-30 – Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch, Raumheizgeräte.
  • DIN EN ISO 7730 und DIN EN 16798-1 – thermische Behaglichkeit, operative Temperatur.
  • BBSR / Forschungsinitiative Zukunft Bau: Forschungsprojekte „IR-Bau" und „IR-Bau 2", HTWG Konstanz (Prof. Dr.-Ing. Thomas Stark), BBSR-Online-Publikation 68/2024. bbsr.bund.de

Zuletzt inhaltlich geprüft am 14.08.2026. Dieser Ratgeber ersetzt keine Energieberatung und keine Prüfung durch eine Elektrofachkraft. Wir sind Händler für Infrarot-Heiztechnik; wo wir eigene Produkte nennen, ist das als Empfehlung aus unserem Sortiment gekennzeichnet.